Großes Interesse und Engagement bei kommunalpolitischem Forum für gemeindliche Jugendbeauftragte und Erste Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landratsamt

Durch die diesjährigen Kommunalwahlen haben sich in vielen Gemeinden die politischen Gremien neu strukturiert. Vielerorts wurden etwa auch neue Jugendbeauftragte bestellt.
Das diesjährige kommunalpolitische Forum der Kinder- und Jugendarbeit informierte über wichtige Grundlagen der Jugendpolitik und die Aufgaben der Jugendbeauftragten.
Was macht eine aktive Jugendpolitik vor Ort aus? Welche Rahmenbedingungen sind wichtig? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Sehr erfreulich: Die Resonanz seitens der 29 Landkreis-Gemeinden war groß. Über 50 Teilnehmenden nahmen das Angebot der Kommunalen Jugendarbeit wahr. Landrat Florian Töpper betonte in seiner Begrüßung die große Bedeutung der Jugendpolitik vor Ort: „Der Landkreis Schweinfurt versteht sich als jugendgerechter und familienfreundlicher Landkreis. Mit diesem Selbstverständnis ist natürlich auch der Ansporn und die Motivation verknüpft, die Mitbestimmung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vor Ort weiter voranzubringen. Für Ihren großen Einsatz in diesem Bereich bedanke ich mich recht herzlich.“

Kreisjugendpflegerin Bettina Steinschauer führte die Gäste durch die Informationsveranstaltung.
„Die Gestaltung jugendgerechter Lebensbedingungen ist ein wichtiger Auftrag von Jugendpolitik und gleichzeitig ein Standortfaktor für zukunftsfähige Gemeinden,“ bemerkte sie gleich zu Beginn an. Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden ist in verpflichtender Weise mehrfach gesetzlich legitimiert, sei es in der Bayerischen Gemeindeordnung, sowie im Landes- und Bundesgesetz, die im Einzelnen vorgestellt wurden.

Jugendbeauftragte und ihre Aufgaben

Gemeindliche Jugendbeauftragte werden in der Regel aus der Mitte des Gemeinderats bestimmt. Sie sind Gemeinderäte, die ehrenamtlich diese Aufgabe übernehmen. Sie vertreten im jeweiligen Gemeindegebiet die Anliegen der Kinder und Jugendlichen und unterstützen die Kinder- und Jugendarbeit.

Kommunale Jugendarbeit am Landratsamt unterstützt und berät Gemeinden

Zu den Kernaufgaben zählen die Förderung und Schaffung von Beteiligungsstrukturen vor Ort. Hier unterstützt der Landkreis Schweinfurt zum Beispiel mit seinem TRIALOG-Konzept die Ortsebene. Ein weiterer wichtiger Baustein: das Vorhalten einer ausreichenden Infrastruktur von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Ehrenamtliches Engagement als Basis und pädagogisches Fachpersonal bilden einen weiteren maßgeblichen Baustein, ergänzt von eigenen Angeboten auf Gemeindeebene als dritter Bestandteil.
Diese Faktoren münden idealerweise in eine gute Strategieplanung der Gemeinde.
Hier unterstützt die Kommunale Jugendarbeit im Zuge ihrer Gesamt- und Planungsverantwortung als Fachstelle die Gemeinden mit zahlreichen unterschiedlichen Angeboten, Formaten und Förderungen, die an diesem Abend ebenfalls vorgestellt wurden.
Die praktische Umsetzung – das Gehen der ersten Schritte – erfolgte durch das Erstellen von einer „Landkarte Jugendarbeit“, auf der in drei Kleingruppen die Strukturen vor Ort in den Bereichen „Orte & Räume“, „Hauptamtlich & Ehrenamtlich“ sowie „Chancen & Lücken“ von allen Teilnehmenden herausgearbeitet wurden.
Hier wurden die Vielfalt sowie die dadurch entstandenen Ansatzpunkte sichtbar, die den künftigen Jugendbeauftragten als wichtige Impulse für ihre weitere Arbeit dienen werden.

Mit dabei waren die Jugendbeauftragten der Gemeinde Schwebheim Larissa Hornung und Irene Wölfel (Foto Mitte).

Foto-Ausschnitt: Melina Bosbach-Nemeth/LRASW